Selberlesen oder Verschenken - dazu einige Tipps von uns.
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Die folgenden Buchtipps gibt es bereits als Taschenbuch:

Ein Monat auf dem Land I.L. Carr

Der junge Restaurator Tom soll die mittelalterliche Wandbemalung einer Kirche in Nordengland freilegen. Es ist der Sommer 1920; Tom leidet an den Folgen traumatischer Kriegserlebnisse als Soldat: er hat Gesichtszuckungen und stottert bisweilen. Außerdem hat ihn seine Frau verlassen. Während er geduldig Schicht für Schicht des Wandbildes freilegt, lernt er nach und nach die Bewohner des Dorfes näher kennen. Auch bei ihnen findet er verschiedene Schichten: nach außen das tatsächlich gelebte Leben, darunter das mögliche und ersehnte. Als Toms Auftrag beendet ist, hat er sich unmerklich verändert und ist fast geheilt.
I.L. Carr hat diese Geschichte bereits 1980 geschrieben und dafür den Booker-Preis bekommen. Er erzählt behutsam und warmherzig, aber ohne jede Gefühlsduselei. Ein kleines Meisterwerk und ein rundum schönes Buch. DuMont 2017

Die schwedischen Gummistiefel Henning Mankell

Das letzte Buch des im vergangenen Jahr verstorbenen Schriftstellers erzählt von Fredrik Welin, einem älteren Herrn, der allein auf einer abgelegenen Schäreninsel lebt. Sein ruhiges Leben ändert sich mit einem Schlag, als er durch einen Brand nahezu seinen gesamten Besitz verliert. Notdürftig campiert er nun in einem Wohnwagen und grübelt. Wer hat sein Haus angezündet? Lohnt es sich, noch einmal ein neues Leben aufzubauen? Zwei Frauen werden zu wichtigen Bezugspersonen bei dieser unfreiwilligen Neuorientierung: seine in Paris lebende Tochter, zu der er ein wechselhaftes Verhältnis hat und eine Journalistin, in die er sich ohne Hoffnung verliebt.
Henning Mankell hat ein bewegendes Buch über das Altern, die Einsamkeit und den näher rückenden Tod geschrieben. Dennoch klingt der letzte Satz tröstlich: „Bald würde der Herbst kommen. Aber die Dunkelheit schreckte mich nicht mehr“. Hanser 2016

I saw a Man Owen Sheers

Um über den Tod seiner Frau hinweg zu kommen, die als Journalistin bei einem Drohnenangriff ums Leben kam, versucht Michael, ein erfolgreicher Schriftsteller einen Neuanfang in London. Dort freundet er sich schnell mit einer Nachbarsfamilie an. Als Michael eines Tages ihr augenscheinlich leeres Haus durch die Hintertür betritt, passiert „der Vorfall, der ihrer aller Leben veränderte.“ Fortan bestimmen Misstrauen und Lügen das Miteinander bis zum überraschenden Schluss. Ein packender Roman über Verlust, Schuld und die Last von Geheimnissen. DVA 2016

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